Tierwohl und Tierernährung

Das schmeckt saulecker!

Von Michael Frey · 2017

Zusatzstoffe im Tierfutter können Gewässerbelastungen verringern.

Im Jahr 2050 leben neun Milliarden Menschen auf der Erde, 1,7 Milliarden mehr als heute. Damit Lebens- und Nahrungsmittel weiterhin nahrhaft, sicher und bezahlbar sind, müssen sie noch effizienter und umweltschonender als bisher produziert werden.

Eines ist sicher: Wenn zur Mitte des 21. Jahrhunderts die Weltbevölkerung um weitere 1,7 Milliarden Menschen angewachsen ist, werden längst nicht alle davon Vegetarier oder Veganer sein. Auch mal auf Fleisch zu verzichten ist zwar sicherlich gesund. Aber, keine Frage: Die Menschen haben auch 2050 noch Appetit auf Käse, Eier oder einen Hamburger. Damit wir alle satt werden, müssen die Landwirte ihre Tiere noch effizienter und umweltschonender füttern.

Gutes Futtermittel für landwirtschaftliche Nutztiere besteht schon heute nicht mehr nur aus Grünfutter von der Wiese und Körnern wie Roggen oder Weizen. Hühner, Kühe und Schweine sollen gut wachsen, gesund bleiben und dadurch auch gesunde Lebensmittel für die Menschen abgeben. Futtermittelhersteller produzieren deshalb Tierfutter, das nicht nur schmeckt, sondern jedes Tier optimal ernährt. Beispiel Phosphor: Der Nährstoff wird von allen Lebewesen benötigt, zum Beispiel für den Knochenbau und gesunde Zähne. Ohne Phosphor gäbe es uns nicht, auch keine Tiere. Wir bekommen Phosphor durch Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Brot. ­Phosphor kommt auch in der Natur vor: Die größten Vorkommen an Phosphat-Mineralien findet man in Afrika, in China und den USA.

Tier- und Umweltschutz

Schweine und Hühner können durch Futtermittel, das Phosphor enthält, wichtige Nährstoffe wie Eiweiß oder Kalzium besser nutzen. Sie bleiben gesund und sind gut versorgt. Aber: Wird von Tieren sehr viel Phosphor ausgeschieden, tut das der Umwelt nicht gut! Gelangt es in Gewässer, wachsen zu viele Algen. Seen können dadurch umkippen. Spezielle Zusatzstoffe im Tierfutter können aber dazu beitragen, dass Phosphor für Tiere besser verwertbar ist. Folge: Es wird weniger unverdautes Phosphat ausgeschieden. Das hilft, die Wasserverschmutzung zu reduzieren. Die Umwelt wird also weniger belastet, während die Tiere Nährstoffe besser zu sich nehmen können.

Moderne Futtermittel können deshalb schon heute und in Zukunft erst recht dazu beitragen, dass tierische Lebensmittel in ausreichender Menge und in bester Qualität produziert werden können. Auch dann, wenn die Weltbevölkerung weiter wächst. Dabei wird das Wohlergehen der Tiere berücksichtigt. Ressourcen können eingespart werden und am Ende schmeckt uns der frisch gegrillte Burger auch noch saulecker!