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Interview

„Die Zukunft gehört den nachhaltig erzeugten Lebensmitteln“

Von BASF SE · 2017

Die Bedeutung von nachhaltigen Produkten entlang der Wertschöpfungskette tierischer Lebensmittel ist so hoch wie nie zu vor. Dr. Peter Ader, der bei BASF für das globale technische Marketing von Enzymprodukten im Bereich Tierernährung zuständig ist, sieht in Futtermittelzusatzstoffen einen wirksamen Hebel für eine nachhaltigere Entwicklung.

Warum ist Nachhaltigkeit so ein wichtiges Thema in der Tierernährungsindustrie?

Im Jahr 2050 werden fast zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben und damit der Bedarf an Nahrungsmitteln deutlich steigen. Gleichzeitig stößt die Erweiterung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen an Grenzen und die Reduktion von Treibhausgasemissionen ist nicht erst seit den Vereinbarungen von Paris und dem daraus folgenden Klimaschutzplan 2050 ein wichtiges Thema in unserer Branche. Eine zentrale Herausforderung für viele Lebensmittelproduzenten ist es daher, heute und in der Zukunft eine Balance zwischen steigender Nachfrage und nachhaltiger Landwirtschaft sicherzustellen.

Welche Hebel tragen zu einer nachhaltigeren Entwicklung in der Tierhaltung bei?

Eine bessere Futterverwertung ist ein besonders wirkungsvoller Hebel: Zum Beispiel durch einen geringeren Einsatz von Getreide als Tierfutter bei gleichbleibend erzeugter Menge an Fleisch oder Eiern. Dadurch wird Land und Getreide eingespart, das für andere Zwecke genutzt werden kann. Auch die Umwelt profitiert: Mit Hilfe von Futtermittelzusatzstoffen kann die Verwertung von Nährstoffen verbessert und damit der Ausstoß an Treibhausgasen – beispielsweise Methan, CO2 und Ammoniak – reduziert werden.

Welchen Beitrag leistet BASF auf diesem Weg?

Ein konkretes Beispiel hierfür ist unser Futtermittelenzym Natuphos®. Es trägt zu einer optimierten Futterverwertung bei, indem es dafür sorgt, dass Schweine und Geflügel Nährstoffe wie Phosphor, Proteine, Kalzium und Zink besser verdauen können. Dadurch lassen sich die Ausscheidungen von Phosphat wesentlich verringern und Gewässer werden weniger belastet. Zudem können die Tiere dank unserer Futtermittelenzyme Energie aus dem Futter besser umsetzen, wodurch die Futtermittelkosten insgesamt sinken.
In der Schweinefütterung senkt die Zugabe der organischen Säure Amasil® den pH-Wert im Futter und schafft so eine ungünstige Umgebung für schädliche Bakterien. Weniger Bakterien im Futter bedeuten eine geringere mikrobielle Belastung der Tiere – und somit eine stabilere Gesundheit. Zudem bleibt Tierfutter dank Amasil® länger haltbar.
Allerdings ist Nachhaltigkeit eine Aufgabe, die man nur gemeinsam angehen kann.

Zum Beispiel mit Hilfe von Partnerschaften?

Partnerschaften sind ein Schlüsselfaktor. Gemeinsam mit ihren Kunden arbeitet BASF daran, Nachhaltigkeitsfaktoren entlang der Wertschöpfungskette zu evaluieren. Ganz wichtig ist dabei, Nachhaltigkeit zunächst messbar zu machen und dadurch Stellschrauben zu identifizieren. So haben wir zum Beispiel mit einem unserer Kunden eine Kalkulationsmethode entwickelt, um die Nachhaltigkeitsbilanz von Futtermittelmischungen für Schweine zu vergleichen. Wir erhielten umfangreiche Daten über Umweltauswirkungen und relative Wirtschaftlichkeit. Dadurch konnte dieser Partner seine Tierernährungsprodukte vor allem im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeitsbilanz weiterentwickeln.

Kontakt

BASF SE, ENS/L
Chemiestraße 22
68623 Lampertheim
E-Mail: global.info@bask.com
Web: www.animal-nutrition.basf.com