Pflanzenschutz

Gezielte Unterstützung für nachhaltige Erntequalität

Von Elke von Rekowski · 2017

Ohne effektiven Pflanzenschutz bis zu 40 Prozent Ertragseinbußen.

Das Thema Pflanzenschutz nimmt in der Landwirtschaft eine Poleposition ein. Denn heute helfen vor allem synthetische und biologische Pflanzenschutzmittel dabei, unsere Lebensmittel wirkungsvoll zu schützen.

Die grundlegende Aufgabe des Pflanzenschutzes besteht in der Pflege der Kulturpflanzen auf den Feldern und der Ertragssteigerung. In vielen dicht besiedelten Gebieten, wie sie in weiten Teilen Deutschlands vorzufinden sind, sind wirtschaftliche Erträge ohne einen synthetischen und bio­logischen Pflanzenschutz kaum einzufahren. In der Landwirtschaft beziffern unterschiedliche Quellen mögliche Ernteeinbußen durch mangelnden Pflanzenschutz zwischen 20 und 40 Prozent. Um diese Verluste aufzufangen, wären ohne Schutzmaßnahmen entsprechend größere Ackerflächen erforderlich. Überdies drohen ohne geeignete Pflanzenschutzmittel Beeinträchtigungen in der Qualität der Ernte. Dadurch könnte ein weiterer Anteil an den Ackerfrüchten nicht in den Verkauf gehen, sondern müsste schlicht und einfach vernichtet werden.

Richtig eingesetzt, kann Pflanzenschutz somit den Ernteausschuss verringern und gleichzeitig die Qualität unserer Lebensmittel verbessern helfen. Denn auch im Pflanzenschutz haben sich mittlerweile Spezialisten herausgebildet. Das heißt, die unterschiedlichen Produkte übernehmen jeweils ganz besondere Aufgaben. Der Landwirt nutzt seine Fachkenntnis, um diese Produkte gezielt einzusetzen. So sind sie unverzichtbar, wenn es darum geht, sogenannte Unkräuter einzudämmen sowie Krankheiten oder Pilzbefall zu bekämpfen. Neben diesen „klassischen“ Aufgaben werden die Produkte aber auch für andere Bereiche eingesetzt: Dazu gehört die Steuerung des Wachstums von Nutzpflanzen ebenso wie das gezielte Selektieren zwischen erwünschten und unerwünschten Begleitpflanzen. Damit lassen sich auch noch Jahreszeiten zur Saat und Fruchtpflege nutzen, in denen früher außer Gras nichts gewachsen ist.

Pflanzenschutz ist Expertenaufgabe­

Pflanzenschutz ist heute Maßarbeit mit Fingerspit­zengefühl. Dazu ist neben geeigneten Produkten ein Höchstmaß an Know-how gefragt. Bauer war gestern, der Landwirt ist mittlerweile ein Farm-Manager, der auch mit Unterstützung von Pflanzenschutz seine Ernte unabhängiger von äußeren Einflüssen macht. Regen vertreiben kann er sicher noch nicht, aber gezielt einem Pilzbefall nach einer Regenperiode vorzubeugen, gehört zu seinem Standardrepertoire. Damit ist die Landwirtschaft in unseren Breiten für die Zukunft gut aufgestellt, um auch für kommende Anforderungen bestens ausgerüstet zu sein.

Wussten Sie schon?

Der „Alte Fritz“ veranlasste den Anbau von Kartoffeln um 1738.

Logisch, denn sie sind vitaminreich und enthalten viel Stärke und Eiweiß. In Deutschland ist die goldene Knolle inzwischen so weit verbreitet, dass sie fast überall und immer Saison hat.

Das macht die Bundesrepublik zu einem der größten Kartoffelerzeuger weltweit: Etwa zehn Millionen Tonnen holen Land- wirte hierzulande jährlich aus der Erde.