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Interview

„Nachhaltige Landwirtschaft braucht Innovation“

Von Monsanto · 2017

Im Gespräch mit Dr. Thoralf Küchler, Corporate Engagement Lead Germany, Austria & Poland bei Monsanto.

Die Climate Corporation, ein Tochterunternehmen von Monsanto, hat den Softwarehersteller VitalFields übernommen. Liegt die Zukunft in der digitalen Landwirtschaft?

Innovation spielt eine Schlüsselrolle bei Monsanto. Die Landwirtschaft steht vor der größten Herausforderung unserer Zeit: Zusätzliche drei Milliarden Menschen im Jahr 2050 nachhaltig zu ernähren. Digitalisierung kann einen wesentlichen Beitrag leisten. Climate Corporation liefert Landwirten schlagspezifische Daten, wie zum Beispiel Wetterinformationen, mit denen sie ihre Ernte maximieren und zugleich den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln reduzieren können.

Apropos Pflanzenschutzmittel, warum brauchen wir überhaupt Glyphosat?

Unkräuter konkurrieren mit Nutzpflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe. Dies kann Ertragsausfälle von bis zu 60 Prozent nach sich ziehen. Glyphosat ist seit 40 Jahren einer der effektivsten Wirkstoffe im Kampf gegen Unkräuter und gleichzeitig der weltweit am besten untersuchte. Moderne Landwirtschaft unter Einsatz von Glyphosat leistet einen wesentlichen Beitrag für die Umwelt, da sie eine geringere Fläche pro kg produziertem Erzeugnis beansprucht.

Eine Alternative wäre zu pflügen...

Pflügt der Landwirt, verbraucht der Schlepper Diesel und erzeugt CO2. Der umgebrochene Boden setzt weiteres CO2 frei, die natürliche Bodenstruktur ist zerstört, dadurch erhöht sich das Risiko der Bodenerosion. Es schadet Bodenorganismen, wie beispielsweise Regenwürmern. Konservierende Bodenbearbeitung mit reduziertem Pflügen ermöglicht, dass ganzjährig über die grünen Pflanzen CO2 im Boden gebunden wird. So kann die Landwirtschaft dazu beitragen, die Klimaschutzziele Deutschlands zu erreichen.

Die Wiederzulassung des Wirkstoffes Glyphosat ist verzögert.

Glyphosat wird aktuell, wie alle Pflanzenschutzmittel regelmäßig, in der EU und Deutschland überprüft. Die zuständige EU-Behörde EFSA hat eine durchweg positive wissenschaftliche Bewertung abgegeben, ebenso wie alle vorangegangenen Risikobewertungen von Zulassungsbehörden weltweit. Zwar hatte die IARC, eine Unterorganisation der WHO, das Herbizid in die Kategorie 2A eingestuft, so wie auch Matetee, Schichtarbeit und Konsum von rotem Fleisch, diese bewertet aber nicht das relevante Risiko. Jetzt steht nur noch die Bewertung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA aus.

Erwarten Sie eine Wiederzulassung?

Ich erwarte eine Entscheidung auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse, und dementsprechend eine weitere Zulassung. Ich appelliere in diesem Zusammenhang an die Landwirte und andere Nutzer, sich als Betroffene öffentlich zu äußern und die Hoheit in der gesellschaftlichen Debatte nicht einzelnen Interessensgruppen zu überlassen!

Kontakt

Monsanto Agrar Deutschland GmbH
Vogelsanger Weg 91
40470 Düsseldorf
E-Mail: mon@monsanto.de
Web: www.monsanto.com