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Fokusinterview mit Andree-Georg Girg und Sten Meyer

„Das Bild der Landwirtschaft langfristig verändern“

2018

Landwirt auf Traktor nutzt ein Tablet für seine Arbeit
Digitale Anwendungen unterstützen den Landwirt bei seiner Arbeit.

Smarte Anwendungen sollen die Arbeit der Landwirte einfacher und effizienter machen. Im Interview erzählen Andree-Georg Girg, Geschäftsführer der BASF Digital Farming GmbH, und Landwirt Sten Meyer, wie digitale Lösungen im betrieblichen Alltag helfen und schon bald zu einem nachhaltigeren Ansatz der Landwirtschaft beitragen werden.

Der Sommer 2018 war geprägt von Hitze, Trockenheit und Ernteausfällen. Können digitale Lösungen den Landwirten helfen, sich besser an klimatische Veränderungen anzupassen?

Girg: Ja, davon sind wir überzeugt. Nehmen wir als Beispiel den Pilzbefall, der wegen der Trockenheit in diesem Jahr geringer ausfällt. Es gibt smarte Analysetools, die mithilfe von agronomischen Modellen und Sensortechnologie, wie zum Beispiel Satelliten, bestimmen, wann und in welcher Menge der Landwirt Pflanzenschutzmittel aufbringen muss, um seinen Bestand optimal zu schützen. Das Klima lässt sich nicht beeinflussen, aber wir können dem Landwirt mit unseren Empfehlungen helfen, bestmöglich auf die aktuelle Wetterlage und Wetterveränderungen reagieren zu können. 

Meyer: Ein großer Vorteil ist, dass ich zu jeder Zeit alle Informationen per Smartphone abrufen kann. Ich habe Wetterprognosen, Schadensmeldungen und Maßnahmen auf einen Blick. Das erleichtert die Arbeit und macht sie planbarer, auch bei Wetterextremen.

Landwirte stehen wegen des Einsatzes von Fungiziden in der Kritik. Wie kann Digital Farming dort positiv Einfluss nehmen?

Meyer: Prognosemodelle helfen uns bei Entscheidungen. Sie bestimmen nicht nur die optimale Dosierung, sondern empfehlen auch den besten Zeitpunkt, um auf den verschiedenen Feldzonen zu spritzen. Dies erleichtert uns die Arbeit und spart gleichzeitig Mittel ein, da ich eine Maßnahme nicht zweimal durchführen muss. Das ist effizient und nachhaltig.

Girg: Digitale Anwendungen dokumentieren genau, welche Maßnahmen der Landwirt auf dem Feld durchführt. Das schafft Transparenz und kann für eine höhere öffentliche Akzeptanz sorgen. Digitale Lösungen helfen, die konventionelle Landwirtschaft nachhaltig zu verändern.

Traktor wirbelt Staub auf während er über das Feld fährt.
Die Landwirtschaft ist längst auf dem Weg in die Digitalisierung.

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft steht noch relativ am Anfang. Wo gibt es noch Entwicklungspotenzial?

Girg: Für uns ist wichtig, dass sich die Betriebe aktiv in die Weiterentwicklung einbringen. Je mehr Landwirte auf bestimmte Lösungen zurückgreifen, desto schneller können die Systeme lernen. Das hilft bei der weiteren Produktentwicklung und den Landwirten bei ihrer täglichen Arbeit. 

Meyer: Wir als Betrieb stehen neuen Möglichkeiten offen gegenüber und glauben, dass uns die Anwendungen in Zukunft noch präzisere Auswertungen und Empfehlungen liefern werden. Wenn wir dazu einen Teil beitragen können – umso besser.

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